Hans Aktives Hören

 

Auszug aus dem Forum Aktives - Hören

Wenn einer eine Reise macht Teil 1

Nachtrag:
Am folgenden Nachmittag besuche ich mit Rolf seinen Freund Ronny. Ronny wohnt in Mülheim und hat vor einiger Zeit die Firma High-End Schmiede gegründet, die Teile zur Klangverbesserung im (Hör-)Raum vertreibt. Machen viele, denke ich und dabei speziell an Herrn Hansen von Phonosophie.

„Ich möchte dein Gesicht sehen, wenn du Ronny´s Hörkeller betrittst“, sagt Rolf zu mir. Ronny begrüßt uns an der Tür seines sehr schicken Einfamilienhauses, er wirkt etwas „unter Dampf“. Nach dem ich seine Frau begrüßt habe und mit einem ersten Blick ein penibelst gestaltetes Wohnzimmer wahrnehme, führt Ronny uns in seinen Hörkeller.

Für alle, die bislang nur am Rande mit Hifi-Vodoo zu tun hatten, wird Ronny's Keller ein visuelles Schockerlebnis sein: Es gibt dort außerhalb einer kleinen Bodenfläche, die den Weg zum Hörsessel weist keine freie Fläche. Glasprismen, Steine, Metalle auf dem Beistelltischchen, den Bodenflächen, auf den Geräten, Absorber, Stoffsegel, Metalldiffusoren und vieles mehr. Wer den Film zurück in die Zukunft gesehen hat, muß damit rechnen, dass jeden Moment Dr. Emmett L. Brown auftaucht und nach Utensilien für seine Zeitmaschine sucht (und sie dort natürlich auch findet, da bin ich ziemlich sicher ).

Ich nehme auf dem Hörsessel Platz und Ronny erklärt mir das Chaos. Und es klingt logisch, das meiste ist nachvollziehbar bzw. bereits auch schon früher von mir angewendet. Nur halt nicht in diesen Dimensionen ...
Nach der Theorie steht der praktische Beweis an: Ronny führt vor an einem Pärchen Wilson Benesch (schon ziemlich alter Provenienz), die Quelle ist ein mindestens 10 Jahre alter CD-Spieler in der Preisklasse unter 200 €. Verstärkt wird das Ganze von einem Emitter Baujahr 1999.

Die erste CD wird eingelegt. Ich schließe nach Ronnys Vorgaben die Augen und warte. Und es klingt phantastisch. Habe ich schon einmal so gut Musik gehört? Mich schon einmal so gut in die Musik hineinbewegen können? Die Töne umfluten mich, Stereoabbildung ist natürlich da, aber im Moment uninteressant, weil anderes meine Aufmerksamkeit bindet: Klang. Soviel Wohlklang aus so wenigen (und relativ preiswerten) Geräten – unfassbar. Ronny hat ein Händchen für Klangmaterialien, unbestreitbar.

Obwohl ich von (m)einem Hörraum andere Vorstellungen habe, kann ich nun doch die unter uns verstehen, die dem guten Klang nahezu alles andere unterordnen. Ronnys Hörkeller: Ganz großes Kino (wenn die Augen geschlossen bleiben) und eine ganz dicke Empfehlung für alle, die einmal hören wollen, was durch „Raumgestaltung“ möglich ist. Franz, du hättest nach der ersten Erschütterung deine helle Freude gehabt, fahr mal hin, es lohnt sich! Ronny ist damit einverstanden, dass ich seine web Adresse weitergebe, sie lautet
highendschmiede.de

Schlusswort: Ich danke allen, die mir die in diesem Bericht beschriebenen Erfahrungen ermöglicht haben, mein Dank gilt der Firma Aura in Essen-Rüttenscheid, gilt Guido, der uns dort ohne Klagen zwei schöne Anlagen aufbaute, ganz besonders bedanke ich mich (wieder einmal) bei Christoph Zingel, dem nichts zu viel wurde, bei Ronny und seiner Bereitschaft, mich in die Tiefen der Audioquanten einzuführen und natürlich bei meinem treuen Begleiter und Freund Rolf, der seine Holzohren ganz schön traktieren musste um das zu hören, was ich zu hören glaubte.

Viel Freude beim Nachvollziehen wünscht

Hans